Tschüss trockene Heizungsluft!

08.11.2024

Wie Sie in der kalten Jahreszeit behagliches Raumklima schaffen– für mehr Wohlbefinden und für Ihre Gesundheit.

 

(aktualisiert am 04.05.2026) 

Trockene Heizungsluft im Winter sorgt nicht nur für ein unangenehmes Raumgefühl, sondern macht sich auch schnell am eigenen Körper bemerkbar. Die Nase fühlt sich trocken an, die Haut spannt, die Augen brennen – und gleichzeitig werden Erkältungen und andere Atemwegserkrankungen begünstigt.

Regelmäßig Stoßlüften, eine Schale Wasser auf den Heizkörper stellen oder mit Luftbefeuchtungsgeräten arbeiten - all diese Tipps sind zwar wirkungsvoll aber nur von kurzer Dauer, wenn es darum geht, dem unsichtbaren Störenfried Abhilfe zu leisten. In diesem Beitrag beleuchten wir, das Thema Raumklima im Winter und wie Sie sich von trockener Heizungsluft endgültig verabschieden. 

 

Zwei Faktoren für gesundes Raumklima

Behagliches Raumklima

Um ein gutes Raumklima zu schaffen, müssen zwei Faktoren stimmen – der Sauerstoffgehalt und die Luftfeuchtigkeit. Beide haben großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Der Sauerstoffgehalt in frischer Luft beträgt etwa 21 Prozent und nimmt mit jedem Atemzug ab. Gleichzeitig steigt der Kohlendioxidgehalt, was dazu führt, dass wir die Luft als stickig empfinden. Dies kann zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen führen. 

Der zweite Faktor, Luftfeuchtigkeit, stellt in der kalten Jahreszeit meist ein weiteres Hindernis dar, wenn es darum geht behagliches Raumklima in den eignen vor Wänden zu schaffen. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent – aber gerade im Winter liegt sie oftmals deutlich darunter. Und um zu verstehen, warum Luft beim Heizen überhaupt „austrocknet“ werfen wir zunächst einen Blick auf die Funktionsweise von Heizkörpern. 

Warum trocknet die Luft beim Heizen überhaupt aus?

Gesundes Raumklima

Im Winter strömt kalte Außenluft ins Haus. Da kalte Luft wenig Feuchtigkeit speichern kann, bringt sie kaum Wasser in die Wohnräume mit. Diese ohnehin trockene Luft wird dann von den Heizkörpern erwärmt.

Ein Radiator erwärmt die Luft direkt an seiner Oberfläche. Die warme Luft steigt nach oben, kühlt sich dabei ab und sinkt anschließend wieder zu Boden, wodurch eine Art Kreislauf entsteht. Diesen Prozess nennt man Konvektion: Hierbei wird nicht der Raum oder die Gegenstände darin erwärmt, sondern die sich ständig bewegende Luft. Durch die Erwärmung kann die Luft zwar mehr Feuchtigkeit aufnehmen, da jedoch keine zusätzliche Feuchtigkeit hinzukommt, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit – also das Verhältnis zwischen der vorhandenen und der maximal möglichen Wassermenge in der Luft. So wirkt die Luft zunehmend trockener.

Durch die konstante Luftzirkulation gelangt immer wieder neue, kalte Außenluft in den Raum, die erneut erwärmt wird und die relative Luftfeuchtigkeit weiter senkt.

Eine niedrige Luftfeuchtigkeit kann Erkältungen begünstigen

Trockene Heizungsluft

Trockene Heizungsluft kann gesundheitsschädlich sein. Wenn die Nasenschleimhaut austrocknet, wird ihre Fähigkeit, Krankheitserreger abzuwehren, beeinträchtigt. Dies geschieht, weil die Flimmerhärchen in der Nase bei warmer und trockener Luft weniger effektiv arbeiten. Dadurch haben Viren und Bakterien leichteres Spiel, um in unseren Körper einzudringen. Zudem zeigen Studien, dass Grippeviren in trockener Luft länger überleben als in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Luftzirkulation potenziert das Problem 

Die Luftwalze, die die Heizkörper im Wohnraum herbeiführen sorgt zwar dafür, dass sich die Wärme schnell und ungehindert ausbreiten kann. Sie begünstigst aber auch, dass sich Staub und Erreger ebenfalls besser im Raum verteilen und sich somit die Ansteckungsgefahr erhöht. Wie eingangs bereits erwähnt, gibt es einige Hilfsmittel die mehr Luftfeuchtigkeit in die eigenen vier Wände bringen. Hier einige Tipps die kurzfristig Abhilfe schaffen. 

Das hilft sofort gegen trockene Heizungsluft

Einfache Tipps

Eine einfache und sofort wirksame Maßnahme ist es, eine Schale mit Wasser auf den Heizkörper zu stellen. Durch die Wärme verdunstet das Wasser und gibt Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Besonders gut funktionieren breite Schalen, weil eine größere Oberfläche mehr Wasser verdunsten lässt. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden, um Keime zu vermeiden.

Auch feuchte Handtücher oder Tücher, die in Heizungsnähe aufgehängt werden, erhöhen die Luftfeuchtigkeit spürbar. Das Tuch gibt langsam Wasser an die Luft ab und kann bei Bedarf erneut angefeuchtet werden. Es sollte jedoch nicht tropfnass sein und nicht direkt auf empfindlichen Möbeln liegen.

Regelmäßiges Stoßlüften hilft, das Raumklima zu verbessern. Dabei werden die Fenster für fünf bis zehn Minuten weit geöffnet. Kalte Winterluft enthält zwar wenig Wasser, wird aber nach dem Erwärmen im Raum relativ feuchter als die alte, verbrauchte Heizungsluft. Dauerhaft gekippte Fenster sind weniger sinnvoll, da sie Wände auskühlen und das Raumklima verschlechtern können.

Wenn möglich, ist Querlüften besonders effektiv. Dabei werden gegenüberliegende Fenster oder Türen kurz geöffnet, sodass die Luft schnell ausgetauscht wird.

Ein elektrischer Luftbefeuchter kann die Luftfeuchtigkeit schnell erhöhen, sollte aber nur mit guter Hygiene genutzt werden. Das Wasser sollte täglich gewechselt und das Gerät regelmäßig gereinigt werden. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht dauerhaft über 60 Prozent liegen, da sonst Schimmel entstehen kann.

Ein kleines Hygrometer hilft dabei, das Raumklima im Blick zu behalten. Liegt die Luftfeuchtigkeit unter 40 Prozent, empfinden viele Menschen die Luft als unangenehm trocken. Werte zwischen 40 und 60 Prozent gelten als optimal für Gesundheit und Wohlbefinden. 

All diese Maßnahmen können die Auswirkungen trockener Heizungsluft kurzfristig spürbar lindern. Sie bleiben jedoch Hilfslösungen, die regelmäßig wiederholt werden müssen und das grundlegende Problem nicht vollständig beheben. Die Ursache liegt wie wir bereits erläutert haben, in der Art der Wärmeverteilung: Klassische Heizkörper erwärmen die Luft stark punktuell, wodurch sie schneller austrocknet und im Raum zirkuliert.

Wenn Sie Ihren Wohnkomfort dauerhaft steigern möchten, haben wir eine langfriste Lösung für ein gesundes Raumklima für Sie - die Deckenheizung. Sie sorgt dank ihrer Heiz- und Kühlfunktion ganzjährig für angenehmes Raumklima. 

Deckenheizung für behagliches Raumklima

Was hilft langfristige gegen trockene Heizungsluft?

Deckenheizungen, die auf dem Prinzip der Strahlungswärme basieren, funktionieren anders als Heizsysteme mit Radiatoren. Sie erwärmen nicht die Luft, sondern strahlen Wärme an Flächen und Körper im Raum ab. Die erwärmten Oberflächen geben dann die Wärme direkt an die Umgebung ab. Strahlungswärme hat für unser Raumklima folgende Effekte:

Die Luft wird kaum bewegt, wodurch weniger Luftaustausch und weniger konvektive Luftströmung entsteht. Dies reduziert das Gefühl von trockener Luft und die Verwirbelung von Staubpartikeln und Krankheitserregern. Außerdem bleibt die relative Luftfeuchtigkeit stabiler, da weniger direkte Erwärmung der Luft stattfindet. 

Zur Deckenheizung

Fazit

Behagliches Raumklima auch im Winter

Die Vorteile einer Deckenheizung gehen jedoch weit über die Verbesserung der Luftqualität hinaus. Sie schafft nicht nur ein gleichmäßiges und behagliches Raumklima, sondern trägt auch wesentlich zu einer effizienteren Nutzung von Energie bei. Durch die überwiegend strahlungsbasierte Wärmeabgabe kann die Raumtemperatur niedriger gehalten werden, ohne dass der Wohnkomfort leidet. Das reduziert den Energiebedarf spürbar und wirkt sich langfristig positiv auf die Heizkosten aus.

Gerne beraten wir Sie persönlich