☑️ Elektrischer Betrieb
☑️ Kurze Reaktionszeit
☑️ Einfache Nachrüstung
Als Infrarotdeckenheizung werden Systeme bezeichnet, die Wärme in Form von langwelliger Infrarotstrahlung abgeben. Anders als konventionelle Heizkörper, die primär Luft erwärmen, wirkt die Strahlung der Infrarotheizung direkt auf Oberflächen, Gegenstände und Personen. Dadurch entsteht ein angenehmes Wärmegefühl, vergleichbar mit der wärmenden Sonne an einem kühlen Tag – allerdings ohne schädliche UV-Anteile.
1. Was bedeutet Infrarot?
2. Funktionsprinzip der Infrarot Deckenheizung
3. Aufbau und Installationsmöglichkeiten
4. Vor- und Nachteile der Infrarot Deckenheizung
5. Einsatzbereiche
6. Alternative: Wassergeführte Deckenheizung

Der Begriff Infrarot stammt aus dem Lateinischen infra („unterhalb“) und bezeichnet den Teil des elektromagnetischen Spektrums, der direkt unterhalb des sichtbaren roten Lichts liegt. Es handelt sich also um Strahlung, die für das menschliche Auge unsichtbar ist – wir nehmen sie ausschließlich als Wärme wahr.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Ein elektrisch betriebenes Heizpaneel erwärmt sich auf rund 80 bis 120 Grad Celsius und sendet dabei Wärmestrahlung aus. Diese Strahlung durchdringt die Raumluft nahezu verlustfrei und entfaltet ihre Wirkung erst, wenn sie auf eine Oberfläche trifft. Wände, Möbel oder Menschen nehmen die Energie auf, speichern sie und geben sie langsam wieder ab.
Das führt zu einem gleichmäßigen Raumklima und sorgt dafür, dass Bewohnerinnen und Bewohner sich oft schon bei 19 bis 20 Grad Lufttemperatur angenehm warm fühlen.
Eine Infrarot Deckenheizung besteht in der Regel aus einem flachen Paneel aus Glas, Keramik oder Metall. Auf der Rückseite sorgt eine Dämmung dafür, dass die Wärme nicht in die Decke entweicht. Montiert wird das Paneel mit einem einfachen Halterungssystem. Der elektrische Anschluss erfolgt über das Stromnetz, gesteuert wird meist per Thermostat oder über Smart-Home-Lösungen.
Gerade in Bestandsgebäuden ist die Nachrüstung unkompliziert. Wichtig ist lediglich, dass die Paneele freie Strahlungsflächen haben und nicht durch große Möbel direkt blockiert werden.
| Vorteile: | Wer eine Infrarotdeckenheizung nutzt, spürt die Vorteile sofort. Die Wärme ist direkt und behaglich, ohne Zugluft oder aufgewirbelten Staub. Außerdem können die Systeme problemlos mit einer Photovoltaikanlage kombiniert werden – ein wichtiger Pluspunkt für alle, die ihren eigenen Strom nutzen möchten. |
| Nachteile: | Natürlich hat die Infrarottechnik auch ihre Tücken. Entscheidend ist der Strompreis, der die laufenden Kosten maßgeblich festlegt. Und: In Gebäuden mit schlechter Dämmung steigt der Energiebedarf stark an. Hier stößt die Infrarotheizung schnell an wirtschaftliche Grenzen. Ein weiterer Nachteil: Im Gegensatz zu wassergeführten Systemen kann die elektrobetriebene Infrarotheizung nicht kühlen. |
Besonders sinnvoll ist die Infrarot Deckenheizung in energieeffizienten Neubauten, bei Sanierungen mit begrenztem Budget oder als ergänzende Zonenheizung. Auch in Büros oder Praxen, wo ein zugfreies Raumklima wichtig ist, findet die Technologie immer häufiger Anwendung.
Neben der elektrischen Infrarotpaneel-Heizung gibt es eine zweite Lösung, die vor allem im Bereich der Gebäudesanierung überzeugt: die wassergeführte Deckenheizung. Dabei wird warmes Wasser durch Rohrsystem geleitet, das direkt in die Deckenfläche integriert sind.
Der wesentliche Unterschied zur elektrischen Infrarotpaneel-Heizung:
Ein weiterer Vorteil: Wassergeführte Systeme arbeiten mit sehr niedrigen Vorlauftemperaturen von rund 28 bis 35 Grad. Sie sind damit die perfekte Ergänzung für Wärmepumpen, Solarthermie oder Fernwärme. Und im Sommer können wassergeführte Deckensysteme ihre Funktionsweise umkehren – indem statt warmem Wasser kühles Wasser zirkuliert, entsteht eine sanfte Flächenkühlung ohne Zugluft.
Mehr über die wassergeführte Deckenheizung
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Alles beginnt im Heizungsraum. Da Deckenheizungen eine sehr große Fläche nutzen, benötigen sie nur geringe Vorlauftemperaturen (zwischen 26°C und 35°C).